23. Nov.

2010

Johor Bahru und Malacca

Zuletzt aktualisiert am 20. Januar 2019

Singapore Malacca Reisetipps © B&N Tourismus

Be­su­cher der süd­li­chen Bun­des­staa­ten von Ma­lay­sia, Ma­lac­ca und Johor Bahru, wer­den sich dem Hauch der Ge­schich­te nicht ent­zie­hen kön­nen, der in die­ser saf­tig grü­nen Land­schaft über­all fühl­bar ist. Vor allem Ma­lac­ca bie­tet ein rei­ches mul­ti­kul­tu­rel­les Erbe das sich in einer Mi­schung aus Tra­di­tio­nen, Spei­sen, Fes­ten, Tän­zen, Ge­bäu­den und Le­bens­art leb­haft aus­drückt wäh­rend der Reiz von Johor Bahru über den ers­ten Ein­druck beim Blick auf die rie­si­gen Obst- und Öl­pal­men­plan­ta­gen hin­aus­geht.

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Johor Bahru

Dank sei­ner Nähe zu Sin­ga­pur gilt Johor Bahru auch als das „Tor im Süden“ von Ma­lay­sia. Die char­man­te Haupt­stadt des gleich­na­mi­gen Bun­des­staa­tes ist nicht nur eine pul­sie­ren­de Wirt­schafts­zen­trum, son­dern zu­gleich auch be­lieb­tes Rei­se­ziel für einen Ab­ste­cher von Sin­ga­pur nach Ma­lay­sia. Zu den Hö­he­punk­ten eines Be­su­ches zäh­len die Sul­tan Abu Bakar Mo­schee, nicht weit vom Gro­ßen Pa­last ent­fernt, auf einem Hügel ge­le­gen, die 1900 fer­tig ge­stellt wurde und zu den schöns­ten von Ma­lay­sia zählt eben­so wie das Sul­tan Abu Bakar Mu­se­um, das 1866 ur­sprüng­lich aus Haupt­pa­last er­rich­tet wurde. Hier ist nicht nur eine ein­drucks­vol­le Samm­lung sel­te­ner Schät­ze zu be­sich­ti­gen, son­dern auch die Pa­last­gär­ten mit einem groß­zü­gi­gen ja­pa­ni­schen Gar­ten. Der 32 Meter hohe Turm des Is­tana Bukit Serne – der Re­si­denz des am­tie­ren­den Sul­tans (die nicht Be­sicht wer­den kann) – ist zu­gleich Wahr­zei­chen der Stadt eben­so wie das im­po­san­te Ge­bäu­de des Ban­gun­an Sul­tan Ibra­him, das ein­hei­mi­sche und ko­lo­nia­le Ein­flüs­se deut­lich er­ken­nen lässt und seit 1940 die Ämter der Staats­re­gie­rung be­her­bergt. Ein be­lieb­ter Treff­punkt für einen abend­li­chen Bum­mel, um den Son­nen­un­ter­gang zu ge­nie­ßen oder einen Spa­zier­gang zum nahe ge­le­ge­nen Te­brau Strand zu un­ter­neh­men ist „Da­ta­ran Ban­dar­a­ya“ (dt. Markt­platz) mit Mi­na­rett, Brun­nen und Uh­ren­turm nebst zahl­rei­chen Ver­kaufs­stän­den und Kunst­hand­werks­lä­den an den Sei­ten des Plat­zes.

Johor Lama

Der rund drei­ßig Ki­lo­me­ter von Jahor Bahru ent­fern­te Ort Johor Lama gilt als Le­cker­bis­sen für alle ge­schicht­lich in­ter­es­sier­ten Be­su­cher be­fand sich doch hier bis 1587 der Sitz des Sul­tans von Johor bis Un­stim­mig­kei­ten zwi­schen dem Sul­ta­nat und den Por­tu­gie­sen zu einem An­griff auf Johor Lama führ­ten. Mit einer klei­nen Flot­te und 500 Mann atta­kier­ten die Por­tu­gie­sen das Fort Johor im Jahre und in der Folge ver­lor es an Be­deu­tung und Johor Bahru löste es als Haupt­stadt ab.

Kukup

Das nahe der Süd­west­spit­ze der Halb­in­sel bzw. 20 Ki­lo­me­ter von Pon­ti­an ent­fernt ge­le­ge­ne Fi­scher­dörf­chen Kukup ist nicht nur be­kann­te für seine Häu­ser, die größ­ten­teils auf Stel­zen er­rich­tet wur­den, son­dern auch für seine Fisch­far­men und man be­sucht den Ort ins­be­son­de­re wegen der Re­stau­rants in denen ins­be­son­de­re Kreb­se, Fi­sche und Krab­ben ser­viert wer­den.

Muar

An der Küs­ten­stra­ße ent­lang schlän­gelt sich das pit­to­resk an einer Fluss­mün­dung ge­le­ge­ne Städt­chen Muar bzw. Ban­dar Ma­ha­ra­ni – ideal für einen klei­nen Zwi­schen­auf­ent­halt auf der Fahrt von Johor Bahru nach Kuala Lum­pur, wird es doch hin­sicht­lich Geo­gra­phie, Kul­tur und Ge­schich­te gerne mit Ma­lac­ca ver­gli­chen. Zu­gleich ist es auch Aus­gangs­punkt für Wan­der­tou­ren auf den 1.276 Meter hohen Gu­nung Le­dang bzw. Mount Ophir, einem der be­lieb­tes­ten Wan­der­zie­le in der Re­gi­on. Dar­über hin­aus gilt Muar auch als Hei­mat der Gha­zal-Mu­sik, einer Spiel­art der klas­si­schen ma­lai­ischen Musik und mit etwas Glück kann man Auf­füh­run­gen des Kuda Ke­pang Tan­zes er­le­ben, eine Tanz­form die heute fast nicht mehr prak­ti­ziert wird.


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Ma­lac­ca

Das rund vier Au­to­stun­den von Sin­ga­pur bzw. Kuala Lum­pur ent­fern­te Ma­lac­ca zählt zu den Hö­he­punk­ten einer jeden Reise durch den Süden von Ma­lay­sia. Ge­grün­det von einem exi­lier­ten Prin­zen ent­wi­ckel­te sich Mela­ka rasch zu einem der wich­tigs­ten Han­dels­pos­ten zwi­schen West und Ost, der rasch das In­ter­es­se der Ko­lo­ni­al­mäch­te er­reg­te, so dass Mela­ka in die Hände von drei Ko­lo­ni­al­mäch­ten (Por­tu­gal, Hol­land und Eng­land) fiel. Ei­ni­ge Stadt­tei­le konn­ten je­doch – dank der von frü­he­ren Herr­schern zu­rück­ge­las­se­nen Ge­bäu­de und deren Ar­chi­tek­tur – den Charme ver­gan­ge­ner Zei­ten be­wah­ren. Die Alt­stadt von Mela­ka ist ziem­lich kom­pakt und viele At­trak­tio­nen lie­gen ver­steckt in den zum Teil engen Gas­sen, wobei ein Groß­teil be­quem zu Fuß zwi­schen Town Squa­re und dem Fluss­ufer er­reicht wer­den kann. Einer der Hö­he­punk­te eines Be­su­ches von Ma­lac­ca ist das auf dem Town Squa­re ge­le­ge­ne Stadt­haus, das dank sei­ner schwe­ren Tore und der mar­kan­ten roten Mau­ern zu den im­po­san­tes­ten Über­bleib­seln hol­län­di­scher Herr­schaft zählt. Das zwi­schen 1641 und 1660 er­rich­te­te Ge­bäu­de zählt heute zu den äl­tes­ten von den Hol­län­dern er­rich­te­ten Ge­bäu­de in Süd­ost­asi­en. Einst Wohn­sitz der Gou­ver­neu­re be­her­bergt es heute das His­to­ri­sche-, das Eth­no­gra­phi­sche- und das Li­te­ra­tur­mu­se­um wo die Ge­schich­te der Stadt u.a. an­hand von Land­kar­ten, Li­tho­gra­phi­en, Öl­ge­mäl­den und Fo­to­gra­phi­en an­schau­lich dar­ge­stellt wird. Vom Stadt­haus aus füh­ren Trep­pen­stu­fen hin­auf zu den Rui­nen der Kir­che St. Paul, deren Bau 1521 vom por­tu­gie­si­schen Ka­pi­tän Du­ar­te Co­el­ho be­gon­nen und schließ­lich von den Hol­län­dern fer­tig ge­stellt wurde aber ab 1753 das Areal als Fried­hof für Ver­stor­be­ne vor­neh­mer Fa­mi­li­en nutz­ten. Die of­fe­ne Gruft der Kir­che ist die Ru­he­stät­te von St. Fran­cis Xa­vier, der hier vor der Über­füh­rung nach Goa 1553 be­stat­tet wurde.

Hü­gel­ab­wärts er­rei­chen Sie die Über­res­te der por­tu­gie­si­schen Fes­tung A’For­mo­sa bzw. Porta de San­tia­go, die Al­fon­so d’Al­bu­quer­que er­rich­ten ließ und nach der Be­la­ge­rung durch die Hol­län­der 1641 schwer be­schä­digt wurde. Nicht weit von hier ent­fernt liegt das Kul­tur­mu­se­um in einem höl­zer­nen Nach­bau des Pa­las­tes des Sul­tan von Ma­lac­ca, der nach dem Vor­bild der Be­schrei­bun­gen des Ori­gi­nal­pa­las­tes aus dem 15. Jahr­hun­dert re­kon­stru­iert wurde. Nicht weit dem Stadt­haus, am Ende des zen­tra­len Plat­zes, liegt un­über­seh­bar die in leuch­ten­dem Rot ge­hal­te­ne Chris­tus­kir­che, die 1753 St. Paul als Haupt­got­tes­haus ab­lös­te. Die west­lich des Ma­lac­ca River ge­le­ge­ne Chi­na­town zählt zu den far­ben­präch­tigs­ten und auch leb­haf­tes­ten Vier­teln der Stadt wo auch heute noch viel vom Ma­lac­ca längst ver­gan­ge­ner Zei­ten zu spü­ren ist. So ist die Jalan Hang Jebat, bes­ser auch als Jon­kers Street be­kannt, unter Samm­lern von An­ti­qui­tä­ten be­rühmt als eine der bes­ten Quel­len in der Re­gi­on. Di­rekt im Her­zen der Chi­na­town liegt die Kam­pung Hulu Mo­schee. Das 1728 er­bau­te Got­tes­haus ist nicht nur ein ty­pi­sches Bei­spiel für den ein­zig­ar­ti­gen Bau­stil, den man nur in Ma­lac­ca fin­det, son­dern zählt zu­gleich auch zu den äl­tes­ten Mo­sche­en von Ma­lay­sia. Das Baba und Ny­onya Hei­mat­mu­se­um an der Jalan Tun Tan Cheng Lock ist in einem klas­si­schen Pe­ra­n­akan Haus aus dem 19. Jahr­hun­dert un­ter­ge­bracht und bie­tet einen Ein­blick in die Kul­tur der ein­ge­wan­der­ten Chi­ne­sen. Ty­pisch für diese in einer Art Ba­rock­stil ge­hal­te­nen Häu­ser ist, dass man von den In­nen­räu­men auf einen of­fe­nen In­nen­hof blickt. Die reich ver­zier­ten Möbel – meist aus chi­ne­si­schem Ro­sen­holz – zei­gen deut­lich eine Mi­schung chi­ne­si­scher, vik­to­ria­ni­scher und eu­ro­päi­scher Ein­flüs­se. Dar­über hin­aus ist u.a. kost­ba­res Ny­onya-Por­zel­lan zu be­stau­nen. Zu den Hö­he­punk­ten eines Be­su­ches von Ma­lac­ca ge­hört der 1646 als ers­ter chi­ne­si­scher Tem­pel in Ma­lay­sia ge­grün­de­te Cheng Hoo Teng Tem­pel. Eine In­schrift er­in­nert an den ers­ten Be­such von Ad­mi­ral Cheng Ho, dem Ge­sand­ten der Ming-Dy­nas­tie. Das Tem­pel­dach ist mit chi­ne­si­schen Fa­bel­we­sen aus Por­zel­lan- und Glas­scher­ben ge­schmückt und auch das In­ne­re – mit den drei Al­tä­ren für die Leh­ren des Bud­dhis­mus, Kon­fu­zia­nis­mus und Tao­is­mus ist reich ver­ziert, wobei na­he­zu alle ver­wen­de­ten Ma­te­ria­li­en aus China stam­men.

Reisekombinationen Stopover China mit Singapore © B&N Tourismus
Rei­se­kom­bi­na­tio­nen Sto­po­ver China mit Sin­g­a­po­re © B&N Tou­ris­mus

In Tran­quer­ah, einem Vier­tel an der Stra­ße nach Port Dick­son, mit sei­nen in­ter­es­san­ten Wohn­häu­sern steht die gleich­na­mi­ge, 150 Jahre alte Mo­schee mit ihrem mehr­stu­fi­gen qua­dra­ti­schen Dach das sich an den Bau­stil von Su­ma­tra an­lehnt. Die Ein­zig­ar­tig­keit des Ge­bäu­des liegt in dem Um­stand, dass es eine Pa­go­de an­stel­le eines Mi­na­retts hat und des Wei­te­ren das Haupt­ge­bäu­de py­ra­mi­den­för­mig ist. Auf dem Ge­län­de ist dar­über hin­aus Sul­tan Hussain von Jo­ho­re be­stat­tet, der 1819 den Ver­trag zur Über­ga­be von Sin­ga­pur an Sir Stam­ford Raff­les un­ter­zeich­ne­te. Be­su­cher die Ma­lac­ca nicht nur für einen Ta­ges­aus­flug be­su­chen soll­ten einen abend­li­chen Be­such des Por­tu­gues Squa­re – rund drei Ki­lo­me­ter öst­lich des Stadt­zen­trum ge­le­gen – nicht ver­mis­sen, der Ende der acht­zi­ger Jahre im Stile eine ty­pi­schen „Mer­ca­do“ ge­stal­tet wurde. Zahl­rei­che Re­stau­rants laden eben­so zum Ver­wei­len ein wie das um den Platz herum grup­pier­te ty­pi­sche Fi­scher­dorf oder -kam­pung. Ab­wechs­lung bie­tet auch eine Fluss­fahrt auf dem Ma­lac­ca-Ri­ver (Kar­ten er­hal­ten Sie am Quai hin­ter dem Frem­den­ver­kehrs­amt). Die Drei­vier­tel­stun­de lange Fahrt führt durch die In­nen­stadt, wo man äl­te­re Go­dows und Fisch­märk­te sehen kann bevor man ein ty­pi­sches ma­lai­isches Kam­pung Haus bei Kam­pung Mor­ten pas­siert. Bei der Rück­fahrt hat man einen Blick auf die fluss­a­bärts ge­le­ge­nen Werf­ten.

Aus­flü­ge

Aus­flü­ge nach Ma­lay­sia z.B. Jo­ho­re Bahru und Ma­lak­ka bie­ten wir Ihnen ab bzw. bis Sin­ga­pur auf Pri­vat­ba­sis mit eng­lisch­spra­chi­gem Rei­se­lei­ter zu Ihrem Wunsch­ter­min. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

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